Das Orchester

Das Babylon Orchester Berlin wurde 2019 anlässlich des 90. Geburtstages des Kinos BABYLON in Berlin–Mitte als dessen Hausorchester gegründet. Als einziges Kino seit dem Ende der Stummfilmära besitzt das BABYLON damit ein eigenes Kinoorchester. So wird es möglich, die Kunstform der live begleiteten Filme wieder ebenso regelmäßig zu erleben wie Oper oder Konzert. 

 

Das Babylon Orchester hat den Anspruch, Stummfilmmusik auf höchstem musikalischen Niveau und in meisterhafter Synchronität zum Film aufzuführen, um den großartigen Werken der Stummfilmzeit und ihren Original- und Neuvertonungen durch künstlerische Perfektion gerecht zu werden. Die Orchesterbesetzung umfasst, je nach Film, 16–21 professionelle Musiker und Musikerinnen mit langjähriger Berufserfahrung in renommierten Orchestern. 

 

Die Orchestergründung wird im Jubiläumsjahr 2019 mit einer seit den 1920er Jahren nicht mehr erreichten Anzahl von Liveorchester-Aufführungen gefeiert. Allein von Januar bis Juli 2019 spielte das Babylon Orchester Berlin 35 ausverkaufte Vorstellungen mit mehr als 17000 Zusehern. Zum festen Repertoire gehören u.a. Metropolis, Nosferatu – Eine Sinfonie des Grauens, Berlin – Die Sinfonie der Großstadt, Rosita und Panzerkreuzer Potemkin.

 

Gründungsmitglieder sind der Komponist und Pianist Hans Brandner und der Dirigent Marcelo Falcão, die das Orchester zusammen leiten. Beide verbindet ihr cineastisches Interesse und im Besonderen die Liebe zum Stummfilm. 

 



Künstlerischer Leiter

Hans Brandner studierte Musikwissenschaft an der Humboldt- Universität in Berlin und Klavier bei Prof. Natalia Guseva. Beim Associated Board of the Royal Schools of Music in London absolvierte er sein Diplom in Piano Performance.

Im Zentrum seines Interesses steht die Verbindung von Musik und visuellen Medien. Er spielte Béla Bartóks Mikrokosmos zu Bilder der Mikrophotographie und veröffentlichte Bücher und Aufsätze über das Werk von Alexander Truslit und dessen visuelle Abbildung von musikalischer Bewegung.

 

Zum Stummfilm und zur Komposition kam Hans Brandner 2010 durch den Auftrag der Humboldt-Universität, im Rahmen ihres 200-jährigen Jubiläums Berlin – Die Sinfonie der Großstadt für Ensemble zu arrangieren und aufzuführen.

2018 arrangierte er die Musik von Edmund Meisel auch für Orchester.

 

2017 arrangierte er die Musik zu Nosferatu – Symphonie des Grauens für Klavier solo, schrieb eine Ouvertüre dafür und veröffentlichte zusammen mit Marcelo Falcão die Grundlage dieser Filmmusik, die Fantastisch-Romantische Suite für Orchester von Hans Erdmann.

 

2019 bearbeitete er Edmund Meisels Musik zu Panzerkreuzer Potemkin für die russische Uraufführungsversion des Films und vertonte zusammen mit Marcelo Falcão Fräulein Else im Stile der damaligen Zeit.

 

Stummfilmaufführungen brachten Hans Brandner 2012 nach Kunming in China und 2014 sowie 2018 nach Brasilien, wo er im Rahmen des vom Goethe-Institut organisierten Deutsch-Brasilianischen Jahres Aufführungen in Belém, São Paulo und Rio de Janeiro machte. Im Jahr 2018 spielte er zusammen mit Marcelo Falcão die brasilianische Uraufführungen der originalen Musik von Nosferatu in São Paulo, in Partnerschaft mit dem Instituto Moreira Salles und dem Goethe-Institut São Paulo.

Dirigent

Marcelo Falcão studierte zunächst in Rio de Janeiro Komposition und Kontrabass. 

In Berlin erhielt er seinen Bachelorabschluss in Musikwissenschaft an der Humboldt-Universität und studierte Orchesterdirigieren bei Alexander Gelovani. 

Anschließend studierte er zeitgenössische Musik am Conservatorio della Svizzera Italiana bei Arturo Tamayo. Am Royal College of Music and Drama in Großbritannien schloss er sein Masterstudium im Orchesterdirigieren bei David Jones mit Merit ab. 

 

Er nahm an Dirigierkursen bei Abel Rocha, Marin Alsop, Pedro Neves, Sian Edwards, Kenneth Kiesler, Colin Metters sowie Douglas Bostock teil und dirigierte dabei die Russian National Orchestra, das St. Petersburg Jugendorchester, das Divertimento Ensemble, die Argovia Philharmonic und das Orquestra Sinfônica da USP.

 

Als Gastdirigent leitete Marcelo Falcão das Georgian National Philharmonic Orchester in Tbilisi, Georgien. In Berlin assistierte er Kristiina Poska. 

Während seiner Studienzeit in Wales assistierte er den Dirigenten David Jones bei Mozarts Die Hochzeit des Figaros und Carlo Rizzi bei Verdis Falstaff. 

 

Im Jahr 2014 dirigierte Marcelo Falcão Stummfilmaufführungen von Berlin – Die Sinfonie der Großstadt in Brasilien im Rahmen des Deutsch-Brasilianischen Jahres. Er bearbeitete und veröffentlichte mit Hans Brandner Nosferatu: Fantastisch-Romantische Suite für Orchester von Hans Erdmann.

2018 dirigierte er die brasilianische Uraufführungen der originalen Musik von Nosferatu in São Paulo, in Partnerschaft mit dem Instituto Moreira Salles und dem Goethe-Institut São Paulo. 

2019 vertonte er zusammen mit Hans Brandner den Film Fräulein Else im Stile der Stummfilmzeit.



Musikerinnen und Musiker

Flöte

Marta Masini

Katja Reinbold

Oboe

Nadia Barbudo

Gabriel Insuasti

Lavinia Whitacker

Klarinette

Balazs Taiger

Antje Palowski

Saxophon

Hannes Daerr

Horn

Diana During

Eva Päplow

Arturo Mendoza


Trompete

Fabio Simão

Matthew Conley

Ludger Starke

Nathan Plante

Posaune

Johannes Lauer

Fabian Schmidt

Helge von Nielswand

Michael Knake

Schlagzeug

Julius Heise

Khadim Ndome

Hauke Renken

Orgel

Stefan Ydefeldt

Paul J. Rossmann

Klavier

Hans Brandner


Violine

Cezar Salem (KM)

Viola Meinecke (KM)

Sebastian Casleanu (KM)

Wagner Rodrigues (KM)

Kasia Ilnicka

Alba San Quirico

Francisco Coser

Tornike Ugrekhelidze Lucas Bienzobas

Valesca Marcus-Hausdorf

Josefine Andronic

Xenia Gogu

Luiza Laboriau

Viola

Martha Windhagauer

Aleks Jordanovski

Julia Clancy

Cello

Petra Kießling

Phoebe Scott

Lee Caspi

Mireia Peñalver

Kontrabass

Josef Schmuschkowitsch

Leitung

Marcelo Falcão


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